Über mich
Über mich
Erwachsen werde ich später

Wer ich bin
Hallöchen! :3 Ich bin Sebi, 1996 geboren, und wohne in Siegen – Deutschlands grünster Großstadt.
Meine ersten Jahre waren von vielem geprägt, aber ganz sicher nicht von Struktur. Schon während meiner Schulzeit habe ich ständig neue Projekte angefangen: Musik gemacht, fotografiert, programmiert, YouTube-Videos erstellt und mein Zimmer in ein kleines Livestream-Studio verwandelt – lange bevor das irgendwie normal war.
Warum ich schreibe
Zum Schreiben, wie ich es heute mache, habe ich erst 2024 gefunden. Geschichten habe ich zwar schon vorher immer wieder für mich geschrieben, aber nie wirklich veröffentlicht.
Erst als ich anfing, sie auf Wattpad und DeviantArt zu teilen, habe ich durch das viele wundervolle Feedback gemerkt: Ich kann Menschen damit etwas geben. Eine schöne Zeit. Einen Moment zum Abtauchen. Vielleicht manchmal sogar ein Gefühl von „Ich bin nicht allein“.
Warum ich sichtbar werde
Lange habe ich meine Geschichten nur unter einem Pseudonym veröffentlicht. Vollkommen anonym. Nicht, weil ich mich für meine Texte geschämt hätte, sondern weil ich Angst hatte, falsch verstanden oder verurteilt zu werden – besonders als jemand, der über Liebe, Nähe und queere Beziehungen zwischen Frauen schreibt.
Irgendwann wurde mir aber klar, dass ich nicht noch mehr Lebenszeit damit verbringen möchte, mich zu verstecken.
Ich bin queer. Ich bin neurodivergent. Ich bin kreativ, chaotisch, manchmal vollkommen zerstreut – und ich möchte Geschichten erzählen, die berühren, unterhalten und vielleicht ein kleines bisschen Licht machen.
Falls du dich also wunderst, warum ich auf meiner Homepage so offen mit manchen Dingen umgehe: Glaub mir, ich habe genug Erfahrung damit, mich klein zu machen. Mich anzupassen. Zu funktionieren. Zu versuchen, irgendwie dazuzugehören. Jetzt – und dafür geht ein riesiges Dankeschön an die Autorin Alicia Zett und ihre Bücher raus – ist die Zeit gekommen, sichtbar zu werden.
Menschen, die mich über meine Geschichten kennenlernen, sollen nicht nur eine perfekt polierte Fassade sehen. Sie sollen die ehrlichere Version kennenlernen. Die bunte. Die nachdenkliche. Die manchmal überforderte. Die liebevolle. Die unmaskierte.
Ein Leben voller Projekte
Meine erste „Firma“ hatte ich mit 14, gemeinsam mit meinem damaligen besten Freund. Danach folgten einige weitere Versuche, selbstständig zu sein – manche aufregend, manche chaotisch. Einer davon endete mit Mitte 20 beinahe in einer Privatinsolvenz.
Nebenbei machte ich mit 16 eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel, arbeitete mehrere Jahre in diesem Beruf und war dabei ziemlich unglücklich. Später, mit 25, begann ich eine zweite Ausbildung zum Fachinformatiker.
Heute arbeite ich in der IT – und liebe meinen Job wirklich. Trotzdem fehlte mir lange etwas. Ein Grund, nach Feierabend nicht einfach nur erschöpft ins Bett zu fallen. Etwas, das mich nicht nur beschäftigt, sondern wirklich lebendig macht.
Der lange Weg zu mir selbst
Dass ich nicht ganz so ticke wie viele andere, wusste ich schon in der Schule. Nur benennen konnte ich es lange nicht. Erst mit 28 bekam ich meine ADHS-Diagnose.
Plötzlich ergaben viele Dinge sehr viel Sinn. Die vielen angefangenen Projekte. Das Chaos im Kopf. Die Schwierigkeiten mit Struktur, Routinen und Erwartungen, die für andere scheinbar selbstverständlich waren. Aber auch die Kreativität, die Begeisterungsfähigkeit und dieser innere Drang, ständig neue Dinge auszuprobieren.
Trotzdem war ADHS nicht die Antwort auf alles. Manche Fragen blieben offen, manche Muster passten nicht ganz dazu. Mittlerweile steht im Raum, dass zusätzlich auch Autismus eine Rolle spielen könnte.
Und ich glaube, es gibt einige Menschen, denen es ähnlich ging, geht oder irgendwann gehen wird. Weil Neurodivergenz oft keine gerade Linie ist, sondern eine lange Reise. Eine Reise voller Aha-Momente, Zweifel, Umwege und leiser Erkenntnisse.
Bei mir war sie außerdem geprägt von Depressionen, Angststörungen und schließlich einem Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik – weil ich irgendwann verstanden hatte: So kann und will ich nicht weitermachen. Es musste sich etwas ändern. Und heute kann ich vorsichtig, aber stolz sagen: Es tut sich etwas. Ich sehe wieder Farbe, wo vorher lange nur ein grauer Schleier lag.
Kurz gesagt: Sebi.
Professionell überfordert, kreativ unbelehrbar.
Das findest du in meinen Geschichten
Meine Bücher
